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wirsind_suess

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126 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 1:53 am

jetztmalehrlich


Ichmagspinat schrieb:Haha @ickgloobetnich ich habe auch ne ganz große Abneigung gegen Spielplätze. Ich mag aber auch allgemein keine neuen Muttis kennenlernen.
Wir wohnen auch mind. 1 Stunde von anderen Familienmitgliedern entfernt und haben hier keine engen Freunde. Ich muss ehrlich zugeben, dass mir das manchmal fehlt, jemanden zu haben, mit dem ich mich mal 2h hinsetze und nen Kaffee trinke und etwas quatsche. Aber ich bin deswegen nicht tot traurig. Ich habe eine beste Freundin (übrigens kinderlos) und noch 2-3 engere Freundinnen. Die wohnen aber alle mind. 1h von mir weg. Meine beste Freundin mehrere hundert Kilometer. Aber alleine fühle ich mich trotzdem nicht. Meiner besten kann ich schreiben wann ich will und wann ich sie brauche: die ist da. Wenn nicht körperlich dann auf jeden Fall übers Handy.

Was ich damit sagen will: nur weil man seine Freunde nicht direkt vor Ort hat, muss man nicht traurig sein.

Ich finde Franzi sollte allgemein viel mehr raus kommen und einfach mal Auto fahren. Die Angst wird doch nicht weniger, wenn sie nie alleine fährt. Wenn ich Christof wäre, würde ich so öfter mal ans Steuer setzten, wenn wir zu dritt irgendwo hinfahren. Wegen diese Angst fährt sie bestimmt auch nie zu ihrer Nina nach hamburg. Die könnten da schön bummeln und danach essen gehen. Dass sie das nicht in Angriff nimmt finde ich viel „schlimmer“ als die Tatsache, dass sie sich keine Freunde im Ort sucht.

Und zu guter letzt: ich glaube auch, dass es ihr gut tun würde, wieder etwas arbeiten zu gehen und unter Menschen zu kommen. Seit dem ich wieder arbeiten gehe halte ich zu Hause viel besser durch. Und mein Sohn schläft quasi genau so schlecht wie Mathilda. Man hat einfach auch mit seinen Kollegen mal andere gesprächspartner als ein dadada oder mamamam sprechendes Baby. Anspruchsvoller Input ist mir persönlich sehr wichtig und ich glaube der würde Franzi auch gut tun.  



Ich sehe das sehr ähnlich. Ich denke aber, die Angst vor dem Autofahren hätte sie noch eher angehen müssen. Die gab es ja schon, als sie noch an ihrem alten Wohnort gelebt haben. Jetzt mit Kind im Gepäck ist es für sie natürlich viel schwerer, sich zu überwinden, weil sie auch an die Verantwortung denkt.
Aber ohne Christof nie wegzukommen, ist doch einfach nur einschränkend.

Ich habe aber auch die "Befürchtung", dass das zweite Kind kommt, bevor sie wieder arbeiten geht und je länger sie keinen Input hat, desto schlimmer wird es.

127 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 1:08 pm

Entehawaii


ickgloobetnich schrieb:Also, ich wollte auf keinen Fall nur Mütter kennenlernen. Im Gegenteil. Die gingen mir zu einem ganz grossen Teil doch schon auf den Spielplätzen so auf die Nerven mit ihren Attitüden. Deshalb folge ich auch auf Socialmedia kaum diesen Mütteraccounts.  Ich war so froh, als mein Sohn nicht mehr verrückt nach Spielplätzen war wegen dieser ewigen Muettergespraeche und Zurschaustellung, dass sie schließlich  alles richtig machen mit ihrem Julian-Frederick oder klein Tabea-Melissa. Rolling Eyes

Hihi! Mein Sohn geht nicht gern auf den Spielplatz und ich bin heilfroh. Nervt mich jedes Mal...

128 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 3:08 pm

Wendekreis

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Eigentlich lernt man ja Leute kennen, wenn man irgendwo einem Hobby nachgeht oder über Bekannte oder andere Freunde sowie gemeinsame Interessen.

Wenn Franzi nur mit Mathilda unterwegs ist, wird es schwer, Nicht-Mütter kennenzulernen. Und generell müsste sie einfach mehr unterwegs sein, um tatsächlich Kontakte zu knüpfen. Das muss ja kein Spielplatz sein, es gibt aber zum Beispiel auch nette Sportgruppen - auch mit Kind, falls Christof viel unterwegs ist und nicht auf Mathilda aufpassen kann.
Der Knackpunkt ist einfach, dass sie selbst wollen muss. Von alleine wird jedenfalls niemand an der Tür klingeln, egal ob Mutter oder nicht.

129 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 6:16 pm

jetztmalehrlich


Wendekreis schrieb:Eigentlich lernt man ja Leute kennen, wenn man irgendwo einem Hobby nachgeht oder über Bekannte oder andere Freunde sowie gemeinsame Interessen.

Wenn Franzi nur mit Mathilda unterwegs ist, wird es schwer, Nicht-Mütter kennenzulernen. Und generell müsste sie einfach mehr unterwegs sein, um tatsächlich Kontakte zu knüpfen. Das muss ja kein Spielplatz sein, es gibt aber zum Beispiel auch nette Sportgruppen - auch mit Kind, falls Christof viel unterwegs ist und nicht auf Mathilda aufpassen kann.
Der Knackpunkt ist einfach, dass sie selbst wollen muss. Von alleine wird jedenfalls niemand an der Tür klingeln, egal ob Mutter oder nicht.

Für Franzi wird es sowieso schwer, Nichtmütter kennenzulernen, weil sie doch sehr fixiert auf Mathilda ist, ich finde nur ein Kennenlernen, das wegen der Kinder stattfindet, immer schwierig, weil man doch nichts gemeinsam hat, außer, dass beide ein Kind haben. Aber das kann doch nicht so etwas Persönlichkeitsbestimmendes sein? Ist für mich, als würden sich Hundehalter beim Gassigehen kennenlernen. Nur, weil man ein Kind oder Tier hat, hat man ja nicht zwingend was mit Leuten gemeinsam, die auch ein Kind oder Tier haben.

Dein letzter Satz trifft den Nagel auf den Kopf. Ich denke, dass Franzi da gar nichts tun will, ich denke auch, dass sie das Problem eher in der Entfernung zu ihrer Familie sieht als in den fehlenden Freundschaften (zu Gleichaltrigen).

Wohnt Christofs Familie noch weiter weg?

130 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 8:19 pm

Mail.de


Zuhause hat sie ja auch fast nur ihre Familie, von Freundinnen aus alten Videos sieht und hört man auch nichts mehr. Ich glaube die Schwester von Christof wohnt in Bremen das hatte sie mal gesagt.

131 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 8:50 pm

Wendekreis

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jetztmalehrlich schrieb:Nur, weil man ein Kind oder Tier hat, hat man ja nicht zwingend was mit Leuten gemeinsam, die auch ein Kind oder Tier haben.

Nein, das ist korrekt. Aber man spricht - überspitzt gesagt - keine wildfremde Leute auf der Straße an und zerrt sie in das nächste Café. Meist gibt es ja irgendein verbindendes Element, sei es ein gemeinsames Hobby, die gleiche Sportgruppe, ein Internetforum oder eben auch Kinder. Man kommt ins Gespräch, aus irgendeinem Grund, und findet sich sympathisch oder auch nicht.

132 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 9:45 pm

jetztmalehrlich


Wendekreis schrieb:
jetztmalehrlich schrieb:Nur, weil man ein Kind oder Tier hat, hat man ja nicht zwingend was mit Leuten gemeinsam, die auch ein Kind oder Tier haben.

Nein, das ist korrekt. Aber man spricht - überspitzt gesagt - keine wildfremde Leute auf der Straße an und zerrt sie in das nächste Café. Meist gibt es ja irgendein verbindendes Element, sei es ein gemeinsames Hobby, die gleiche Sportgruppe, ein Internetforum oder eben auch Kinder. Man kommt ins Gespräch, aus irgendeinem Grund, und findet sich sympathisch oder auch nicht.

Das schon, aber gerade Kinder sind doch kein "Interesse", sonst würden ja auch Leute ins Gespräch kommen, die einen Partner haben. Das ist doch einfach eine Person, die zur Familie gehört.
Ich denke, da würde man sich über ein Hobby leichter begegnen.

133 Re: wirsind_suess am Sa Nov 11, 2017 10:09 pm

Bonlay

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Man kann ja auch durchaus über den ersten ersichtlichen Nenner- in diesem Fall halt Mathilda- mit anderen Muttis ins Gespräch kommen, dann sondieren ob man sich mag, sich dann gemeinsam mit den Kindern treffen und im besten Fall dann drauf kommen, dass man auch abseits des Mama seins gemeinsame Hobbies hat. Und dies dann auch machen. Ich hab zuerst hier in der Fremde auch andere Mamas durch meine kleine Tochter kennen gelernt und geh jetzt mit ein paar von ihnen ohne Kinder abends zum Sport oder ins Kino...
Oder man dreht es echt um, meldet sich beispielsweise in nem Sportkurs an und findet dort andere Leute!
Aber ich versteh auch den inneren Schweinehund-wenn man sich grad nicht so gut fühlt, fällt es eben auch schwer, sich aufzuraffen -denn es ist halt manchmal auch Überwindung so als "Neue" irgendwo reinzukommen.

134 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 7:46 am

Wendekreis

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jetztmalehrlich schrieb:Das schon, aber gerade Kinder sind doch kein "Interesse", sonst würden ja auch Leute ins Gespräch kommen, die einen Partner haben. Das ist doch einfach eine Person, die zur Familie gehört.
Ich denke, da würde man sich über ein Hobby leichter begegnen.

Ein verbindendes Element. Wie Hobbys. Wie Interessen. Wie Kinder. Wie Freunde.

Bonlay schrieb:Man kann ja auch durchaus über den ersten ersichtlichen Nenner- in diesem Fall halt Mathilda- mit anderen Muttis ins Gespräch kommen, dann sondieren ob man sich mag, sich dann gemeinsam mit den Kindern treffen und im besten Fall dann drauf kommen, dass man auch abseits des Mama seins gemeinsame Hobbies hat.

Genau das meine ich, Bonlay. Vielleicht habe ich es nicht so genau ausgedrückt.

135 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 8:09 am

Lotti85


Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich anmaßend zu sagen, Franzi könnte wieder arbeiten gehen. @jetztmalehrlich. Mathilda ist noch kein Jahr alt, sie kennt sie am besten, stillt noch, schläft extrem wenig und das aller wichtigste sie kennt ihre Tochter am besten! Wieso in fremde Hände geben, damit sie aus dem Haus kommt? Eine Erzieherin weiß nicht, was Mathilda möchte, sie kann nicht sagen, ob sie Hunger, durst oder müde ist, was sie möchte und wenn die weint, was sie braucht. Sie muss sich auch nicht mit hunderten Freunden treffen, vielleicht reichen ihr die paar die sie hat. Denn Haushalt, Kind und Verpflichtungen sind auch nicht ohne, vorallem mit permanent Schlafmangel. Da Du nicht in ihrer Situation bist, kannst Du es auch nicht einschätzen.

136 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 8:10 am

Lotti85


Doppelt

137 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 2:23 pm

Ichmagspinat

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@lotti85 Ist es aber nicht genau so vermessen zu behaupten, dass sie es nicht kann. Wer von uns kann denn hier schon genau sagen was Franzi „braucht“ um wieder glücklicher zu werden? Zumal wir ja noch nicht mal wissen, warum sie unglücklich ist.
Mein Kind schläft genau so schlecht wie Mathilda und ich bin nach einem Jahr wieder arbeiten gegangen. Zum einen, weil wir das Geld brauchen und zum anderen, weil ich den Input einfach brauche. Außerdem hat man auf Arbeit auch einfach mal „seine Ruhe“ ohne im Hinterkopf zu haben, dass das Kind jeden Moment vom Mittagsschlaf wach wird oder sogar gar keinen macht. Erzieher wissen sehr wohl was die Kinder brauchen. Wenn es gute Erzieher sind die sich Zeit für die Eingewöhnung nehmen. Ich bin mit der von meinem Sohn super zufrieden, und das, obwohl mein Mann die Eingewöhnung macht und ich nur von seinen Erzählungen weiß, wie sie mit den Kindern umgeht. Er hat aber auch schon zu mir gesagt, dass ich die mögen würde. Very Happy

Hier geht es auch nicht darum, zu diskutieren wann der richtige Zeitpunkt ist sein Kind in die Fremdbetreuung zu geben. Aber vielleicht würde es Franzi doch tatsächlich gut tun, mal andere Gedanken als die an ihr nicht schlafendes Kind zu haben.

138 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 2:48 pm

Wendekreis

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Franzi hat vor einiger Zeit selbst gesagt, dass sie gerne mehr Kontakte hätte, dass es mit den Frauen, die sie bisher kennengelernt habe, jedoch einfach nicht richtig passen würde.
Es stimmt, sie hat nicht gesagt, warum sie unglücklich ist. Aber was es auch immer ist, gerade in dieser Situation ist es natürlich schön, wenn man Freunde in der Nähe hat oder zumindest einfach mal jemanden zum Reden. Das macht eine traurige Situation meist wenigstens ein bisschen besser, gerade, wenn die Leute, die einem sonst nahe stehen nicht in der Nähe wohnen.

139 Re: wirsind_suess am So Nov 12, 2017 4:02 pm

jetztmalehrlich


Lotti85 schrieb:Ehrlich gesagt finde ich es ziemlich anmaßend zu sagen, Franzi könnte wieder arbeiten gehen. @jetztmalehrlich. Mathilda ist noch kein Jahr alt, sie kennt sie am besten, stillt noch, schläft extrem wenig und das aller wichtigste sie kennt ihre Tochter am besten! Wieso in fremde Hände geben, damit sie aus dem Haus kommt? Eine Erzieherin weiß nicht, was Mathilda möchte, sie kann nicht sagen, ob sie Hunger, durst oder müde ist, was sie möchte und wenn die weint, was sie braucht. Sie muss sich auch nicht mit hunderten Freunden treffen, vielleicht reichen ihr die paar die sie  hat. Denn Haushalt, Kind und Verpflichtungen sind auch nicht ohne, vorallem mit permanent Schlafmangel. Da Du nicht in ihrer Situation bist, kannst Du es auch nicht einschätzen.

Ich finde es ehrlich gesagt extrem anmaßend von dir, Erziehern ihre Kompetenz abzusprechen, gerade, weil das Leute sind, die diesen Beruf erlernen. Würden manche Kinder eher von Erziehern betreut werden als von ihren inkompetenten Eltern (hier explizit NICHT auf Franzi bezogen!), wäre das weitaus besser.

Franzi ist offensichtlich unglücklich, also ist die Situation wohl doch nicht so toll, wieso sie sich alleine um ihren und Christofs Haushalt sowie Kind kümmern soll, erschließt sich mir einfach nicht.

140 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 10:38 am

Wendekreis

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Jetztmalehrlich, mich würde interessieren, wie du es selbst handhabst? Wie teilen du und dein Partner es euch mit eurem Kind / euren Kindern auf?

141 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 10:56 am

Workingmom

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Wir sind letztes Jahr auch aus unserer Heimat weg gezogen, aber durch die Kinder haben wir gabz fix andere Eltern kennen gelernt. Zwei drei davon habe ich schon so ins Herz geschlossen. Wir haben hier auch keine Familie. Haben uns eine feste Babysitterin gesucht, die einmal im Monat die Kinder passt und wir zwei Unternehmen als Paar was. Allein schon durch die Kinder lernt man doch meistens andere Eltern kennen. Ich hoffe sie lernt auch bald mal andere Menschen kennen, einfach damit sie wieder glücklicher ist.

142 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 1:58 pm

jetztmalehrlich


Wendekreis schrieb:Jetztmalehrlich, mich würde interessieren, wie du es selbst handhabst? Wie teilen du und dein Partner es euch mit eurem Kind / euren Kindern auf?

Ich habe das ein paar Seiten weiter hinten schon beantwortet, aber gerne noch mal Smile
Ich habe (noch?) keine Kinder. Früher wollte ich immer unbedingt 2-3 Kinder haben. Mittlerweile weiß ich das nicht mehr, weil ich einfach sehe, wie viele Frauen sich teilweise freiwillig (und für beide Parner selbstverständlich) in eine so schreckliche Rolle begeben, so ein Leben will ich niemals führen. Das ist für mich wirklich einfach nur eine Horrorvorstellung und ich bekomme echt lieber keine Kinder, als so todunglücklich zu werden.

Ich sehe aber auch, dass viele Paare durchaus eine gleichberechtigte Beziehung führen, auch mit Kind(ern). Das gibt Mut.

Wie ich es machen würde (und werde, falls ich mich doch für Kinder entscheide)
- Die Partner wechseln sich ab. Heißt, einer bleibt das erste Jahr daheim, der andere das zweite (wenn die Mutter stillt, macht es natürlich mehr Sinn, wenn sie das erste daheim bleibt). Danach geht das Kind ja eh in einen Kindergarten.
Hier kommt es ein bisschen auf die Berufe der Eltern an. Entweder es arbeiten beide Vollzeit, aber die Zeiten sind so geregelt, dass sie sich dennoch beide gleich viel um ihr Kind kümmern können (einer fährt es morgens in den Kindergarten, der andere holt es ab oder man wechselt sich mit beidem ab, wie auch immer) oder aber beide arbeiten Teilzeit (beide um die 80%). Das bedeutet auch, dass beide gleichermaßen Ansprechpersonen im Kindergarten sind. (Ich helfe manchmal nebenbei in einem Kindergarten aus - hat nichts mit meiner Hauptbeschäftigung zu tun, bevor jetzt jemand hysterisch wird Very Happy - und bekomme das richtig mit, wie heftig dieses Ungleichgewicht da ist.)
D.h. wenn das Kind krank ist, haben BEIDE das Problem und man überlegt sich, wer quasi diesmal die Arschkarte zieht und daheim bleiben muss. Das kann man natürlich auch anpassen, wenn einer mal ein wichtiges Projekt auf der Arbeit hat. Es kann aber nicht sein, dass immer eine Person das wichtige Projekt hat und die andere immer den Kürzeren zieht. Das hat natürlich viel damit zu tun, dass man die Arbeit und Karriere beider als gleichwertig ansieht. So ist sichergestellt, dass beide Karrieren die gleiche Bedeutung erhalten und nicht einer permanent zurückstecken muss, damit der andere (heutuzutage ist das ja meistens der Mann) im Job quasi kinderlos ist und so eine gute Karriere hinlegen kann, während der Partner (heutzutage meistens die Frau) sowieso nie eine hohe Postion erlangen kann, weil er permanent wegen des Kindes springen muss oder eben nicht einsatzbereit ist.

[Ich bin davon überzeugt, dass Frauen für den Arbeitsmarkt viel attraktiver wären, würden alle Paare das so handhaben. Dann hätten Personaler nämlich bei allen AnwärterInnen für einen Job, die zwischen 20 und 40 sind, Angst, dass diese wegen Kindern ausfallen und Männer mit Kindern wären gleichermaßen "unattraktiv" für gewisse Stellen, weil bei Krankheit des Kindes die Gefahr bei beiden gleich hoch ist, dass diese mal ausfallen. Das würde zum Teil (! gibt auch noch viele andere Gründe) auch die ungleiche Verteilung von Männern und Frauen in hohen Positionen verringern.]

Analog natürlich, wenn das Kind in die Schule geht, zumal hier dann ja auch Hinbringen und Abholen wegfallen. Ich denke (und weiß aus eigener Erfahrung), dass Kinder den Schulweg alleine auf sich nehmen können und sollen, sofern die Schule nicht extrem weit weg ist.


Eigentlich sehr einfach. Man muss es nur richtig kommunizieren und sich nicht unterbuttern lassen, weil der Mann da Bock drauf hat. Und nein, "das siehst du alles ander, wenn du Kinder hast" zieht bei mir nicht. Man trifft da im Vorhinein Abmachungen und wenn man sich selbst genug wert ist, fordert man auch die Einhaltung dieser ein.
Ich würde aber auch niemals einen Mann nehmen, der das anders machen will.

143 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 3:01 pm

Wendekreis

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jetztmalehrlich schrieb:Und nein, "das siehst du alles ander, wenn du Kinder hast" zieht bei mir nicht. Man trifft da im Vorhinein Abmachungen und wenn man sich selbst genug wert ist, fordert man auch die Einhaltung dieser ein.
Ich würde aber auch niemals einen Mann nehmen, der das anders machen will.

Danke für deine Antwort.
Ich wollte das auch nicht bewerten, sondern habe einfach aus Neugier nachgefragt.

144 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 3:07 pm

jetztmalehrlich


Wendekreis schrieb:
jetztmalehrlich schrieb:Und nein, "das siehst du alles ander, wenn du Kinder hast" zieht bei mir nicht. Man trifft da im Vorhinein Abmachungen und wenn man sich selbst genug wert ist, fordert man auch die Einhaltung dieser ein.
Ich würde aber auch niemals einen Mann nehmen, der das anders machen will.

Danke für deine Antwort.
Ich wollte das auch nicht bewerten, sondern habe einfach aus Neugier nachgefragt.

Ich habe das auch gar nicht so aufgefasst Smile Mich hat es nur gewundert, weil du mir die Frage schon gestellt hast und ich dir auch schon ziemlich genau so geantwortet habe Smile Aber alles gut, ich finde das Thema ja eh wichtig und da stört es mich nicht, öfter was dazu zu sagen Smile

145 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 3:19 pm

Wendekreis

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Stimmt, ich hatte nicht im Kopf, dass du bereits explizit darauf geantwortet hattest, weil ich die Frage allgemein gestellt hatte. Hab es gerade gefunden, sorry.

146 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 3:41 pm

LiLuLaura

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Ich glaube es ist schwer darüber zu urteilen, wenn man keine Kinder hat. Ich habe mir IMMER gesagt: Wozu soll ich meinen Traumjob aufgeben? Ich gehe nach 8 Wochen sofort wieder los und nehme sogar das Baby mit. Stillen? Mir doch Wumpe, wenns klappt dann klappts, wenn nicht dann nicht. Wenn ich mehr als mein Mann verdienen sollte, dann kann er zu Hause bleiben. Also genauso wie du.

So, dann wurde ich geplant schwanger (viel jünger als ich je wollte) und habe gemerkt: Wieso für einen Job mein Privatleben zurück stecken? Ich habe lange gestillt, bin nie in den alten Job zurück und habe mir was Neues augebaut, von zu Hause aus. Ich denke, dass Muttergefühle viel ändern. Vielleicht sieht es für andere sogar von außen aus, dass man unglücklich ist. Vielleicht weil man von zu Hause arbeitet, nicht mehr jedes Wochenende unterwegs ist und nicht so viel mit Freundinnen macht. Sogar mein Mann dachte es. Aber ich liebe es. Es ist für mich traumhaft. Ich habe die zwei Monster hier sitzen (also eines in der Kita, eins bei mir) und arbeite und kann das machen worauf ich Bock habe. Aber man hat dann einfach nicht so viel Bock. Die Prioritäten liegen anders. Für andere vielleicht langweilig und kacke aber für mich wundervoll! Täglich mit vielen Menschen zu agieren (Job etc.) ist ja nicht für jeden die Erfüllung.

147 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 6:00 pm

jetztmalehrlich


Wendekreis schrieb:Stimmt, ich hatte nicht im Kopf, dass du bereits explizit darauf geantwortet hattest, weil ich die Frage allgemein gestellt hatte. Hab es gerade gefunden, sorry.

Überhaupt kein Problem Smile Hab mir nach dem Absenden dann eh gedacht, dass es vermutlich daran liegt, dass du jetzt explizt gefragt hast.

148 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 6:07 pm

jetztmalehrlich


LiLuLaura schrieb:Ich glaube es ist schwer darüber zu urteilen, wenn man keine Kinder hat. Ich habe mir IMMER gesagt: Wozu soll ich meinen Traumjob aufgeben? Ich gehe nach 8 Wochen sofort wieder los und nehme sogar das Baby mit. Stillen? Mir doch Wumpe, wenns klappt dann klappts, wenn nicht dann nicht. Wenn ich mehr als mein Mann verdienen sollte, dann kann er zu Hause bleiben. Also genauso wie du.

So, dann wurde ich geplant schwanger (viel jünger als ich je wollte) und habe gemerkt: Wieso für einen Job mein Privatleben zurück stecken? Ich habe lange gestillt, bin nie in den alten Job zurück und habe mir was Neues augebaut, von zu Hause aus. Ich denke, dass Muttergefühle viel ändern. Vielleicht sieht es für andere sogar von außen aus, dass man unglücklich ist. Vielleicht weil man von zu Hause arbeitet, nicht mehr jedes Wochenende unterwegs ist und nicht so viel mit Freundinnen macht. Sogar mein Mann dachte es. Aber ich liebe es. Es ist für mich traumhaft. Ich habe die zwei Monster hier sitzen (also eines in der Kita, eins bei mir) und arbeite und kann das machen worauf ich Bock habe. Aber man hat dann einfach nicht so viel Bock. Die Prioritäten liegen anders. Für andere vielleicht langweilig und kacke aber für mich wundervoll! Täglich mit vielen Menschen zu agieren (Job etc.) ist ja nicht für jeden die Erfüllung.


Nein, nicht genauso wie ich. Ich weiß z.B., dass ich unbedingt stillen wollen würde und es für mich echt schlimm wäre, würde das nicht klappen. Ich kann mich da wirklich ganz realistisch reinversetzen und mir vorstellen, wie das wäre.
Ich möchte auch, dass mein Mann teilweise zuhause bleibt, selbst, wenn er mehr verdient. Ich weiß auch, dass das für mich ganz schlimm wäre, mein Baby "alleine zu lassen", aber ich weiß auch, dass ich sehr rational bin und 1. völlig verkümmere, wenn ich keine andere Aufgabe habe und 2. auch böse werde, wenn ich alle Hürden auf mich nehme und mein Mann nur die Goodies abstaubt.
Ich finde es eher anmaßend von dir, zu meinen, beurteilen zu können, wie ich tickke Smile



Und für mich wäre es einfach nicht die Erfüllung, zuhause zu hocken. Du kanntest dich dann wohl selber nicht gut genug, wenn du dich doch ganz anders eingeschätzt hast, mag ja sein, aber ich kenne mich wirklich gut und wenn ich mir vorstelle, dass mein Leben mal so laufen könnte, möchte ich heulen.
Wie gesagt, ich würde eher auf Kinder verzichten, also so zu leben und ich denke, das ist dann doch sehr eindeutig.
Offensichtlich würde nicht einmal dein Mann so ein Leben führen wollen, wieso denkst du also, dass es bei mir anders wäre? Denkst du etwa, Frauen haben allgemein weniger Lust auf Karriere? Wenn ja, ist das eine sexistische Denke, die dadurch entsteht, dass Frauen ihr Leben lang zurückstecken, damit der Mann Karriere machen kann. So eine Frau will ich aber einfach nicht sein.

149 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 6:52 pm

LiLuLaura

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Also ich mache von zu Hause im Homeoffice genug Karriere. Aber eins sollte man sich immer fragen: Was wird am Ende Deines Lebens mal wichtiger sein? Dass Du jede Sekunde mit Menschen verbracht hast, die Du liebst oder Karriere? Beides (am Anfang) unter den Hut zu bringen, da wird immer eins leiden. Man kann auch mit 35 noch durchstarten, da hat man noch einige Jahre Karriere vor sich. Hier wird ja immer so getan, als ob man sein Leben lang dann zu Hause bleibt.

Manche Menschen arbeiten um zu leben, andere leben um zu arbeiten. Mir tun Menschen leid, die sich über ihren Beruf definieren. Etwas zu machen, damit man nicht verblödet verstehe ich. Selbst wenn ich ein paar Millionen gewinnen würde, würde ich mir eine nette Beschäftigung suchen. Aber das an erste Stelle stellen? NIEMALS. Egal ob Mann oder Frau. Man Mann würde auch lieber zu Hause sitzen, als Karriere zu machen. Aber Selbstständigkeit heißt eben selbst und ständig. Natürlich haben Angestellte ein einfacheres Leben wenn es um Elternzeit geht. Aber als Mutter hat man eine etwas andere Bindung zum Kind, zumindest ganz am Anfang. Bis drei sind Kinder wirklich sehr sehr klein.

150 Re: wirsind_suess am Di Nov 14, 2017 8:38 pm

jetztmalehrlich


LiLuLaura schrieb:Also ich mache von zu Hause im Homeoffice genug Karriere. Aber eins sollte man sich immer fragen: Was wird am Ende Deines Lebens mal wichtiger sein? Dass Du jede Sekunde mit Menschen verbracht hast, die Du liebst oder Karriere? Beides (am Anfang) unter den Hut zu bringen, da wird immer eins leiden. Man kann auch mit 35 noch durchstarten, da hat man noch einige Jahre Karriere vor sich. Hier wird ja immer so getan, als ob man sein Leben lang dann zu Hause bleibt.

Manche Menschen arbeiten um zu leben, andere leben um zu arbeiten. Mir tun Menschen leid, die sich über ihren Beruf definieren. Etwas zu machen, damit man nicht verblödet verstehe ich. Selbst wenn ich ein paar Millionen gewinnen würde, würde ich mir eine nette Beschäftigung suchen. Aber das an erste Stelle stellen? NIEMALS. Egal ob Mann oder Frau. Man Mann würde auch lieber zu Hause sitzen, als Karriere zu machen. Aber Selbstständigkeit heißt eben selbst und ständig. Natürlich haben Angestellte ein einfacheres Leben wenn es um Elternzeit geht. Aber als Mutter hat man eine etwas andere Bindung zum Kind, zumindest ganz am Anfang. Bis drei sind Kinder wirklich sehr sehr klein.

Fragst du das genauso deinen Mann? Als führt er ein trauriges Leben?
Am Ende meines Lebens wird mir wichtig sein, dass ich jede Sekunde meines Lebens möglichst glücklich verbracht hab. Ich werde mich vermutlich eher an die erfolgreichen Karriereschritte erinnern, als zu denken "oh, während ich meinen Traumjob ausgeübt habe, habe ich die 27389298. Windel verpasst."

Ich studiere doch nicht jahrelang und bilde mich konstant fort, um dann eh Hausfrau und Mutter zu sein. Nö.
Wie gesagt, wenn ich mir vorstelle, so zu leben, will ich heulen.
Mein Studiengang ist ein zugangsbeschränkter und natürlich macht man sich da auch Gedanken, was man machen würde, hätte man nicht zu den Glücklichen gehört. Antwort: Keine Ahnung, wäre schrecklich, ist mein Traumberuf.
Wenn ich mir allerdings vorstelle, dass ich so daheim sitze und mich nur um Kinder kümmere oder eben keine habe => easy, dann hab ich halt keine. Mehrere Jahre daheim sein, während mein Mann Karriere macht, ist einfach KEINE Option. Niemals. Gleichberechtigte Beziehung in allen Belangen oder ich lasse es. Ich will mehr vom Leben.

Ich finde es einfach dreist, mir da nun zu unterstellen, ich würde mich schlecht kennen oder ich würde am Ende meines Lebens unglücklich sein, weil ich nicht nur bei meinem Kind gesessen bin. Ich denke sogar, ich werde eine bessere Mutter sein, wenn ich ein erfülltes Leben habe, als ich wäre, wenn ich nur daheim beim Kind sitzen würde.
Dann würde ich mir vorkommen, als hätte ich wichtige Jahre weggeworfen.
Wieso ist es für dich so unvorstellbar, dass Leute einfach keine Erfüllung darin sehen, den ganzen Tag nur Kinder zu hüten?

"Mir tun Menschen leid, die sich über ihren Beruf definieren."
Und mir tun Menschen leid, die sich übers Muttersein definieren. So hat jeder seine Horrorvorstellung von einer Lebensplanung.

Ich weiß, wie klein Dreijährige sind. Ich beschäftige mich viel mit Dreijährigen. Die können super gut in den Kindergarten gehn.

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