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kimspiriert

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101 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:18 am

littlebluecloud


Strange ist es schon, ja. Aber es ist halt (leider ?) auch menschlich. Bei mamamulle war es doch genau so. Und jetzt sind wir im Forum offenbar trotzdem schon wieder so weit sie als nervig oder aufdringlich zu bezeichnen, was ich, wie schon mal erwähnt, irgendwie auch als ziemlich taktlos empfinde.
Chris wird Menschen brauchen, die eventuell ähnliches durchgemacht haben. Und die ihm hoffentlich zeigen können, dass es ein Leben "danach" geben kann. Auch wenn das sicher überhaupt nicht vorstellbar ist. :-(

102 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:21 am

vangilia


ascheprinzessin schrieb:Das finde ich, wie viele hier, mehr als gruselig, muss ich zugeben. Wie hier schon einige geschrieben haben, erinnert das an Gaffer bei Unfällen.

Hm, ich tue mir sehr schwer, ob ich es grueslig finde und ob es auf die Gaffer-Mentalität zurückzuführen ist. Ich denke mir "naiv" gedacht, dass es vielleicht eine Art der "Anteilnahme" ist. So wie man zu einer Beerdigung geht und dem Verstorbenen und Hinterbebliebenden damit seine Anteilnahme ausdrückt, hinterlassen viele eben ein Abo um Kims Familie und Chris zu zeigen wie nahe Ihnen Kims Tod geht.

103 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:23 am

Mariechen


Aber wenn man sie bis dato nicht kannte, macht es für mich keinen Sinn! Das hat für mich schon deutlich etwas mit Sensationslust zu tun.

104 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:30 am

Miomar

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Unbezahlte Werbung schrieb:Ist es nicht der absolute Wahnsinn, dass Kim so viele von uns mit ihrer positiven Art bewegt und berührt hat?
Ich bin überwältigt von jeder Zeile, jedem Wort, unter ihrem Bild. Es ist so erschütternd und doch so trivial. Der Tod gehört zu unserem Leben, aber gefühlt trifft es einfach immer die Falschen.

Ja, es ist wirklich toll was sie für Spuren hinterlassen hat und wie viel auf einem eher oberflächlichen Medium wie Instagram dennoch "hängen geblieben" ist.

Ich habe eine bescheidene Nacht hinter mir und auch wenn sich das blöd anhört, weil ich sie nicht persönlich kannte geht es mir echt schlecht. Mich nimmt es total mit, als hätte ich eine Freundin verloren.

In den letzten Wochen beschlich mich zwischendurch ein ganz komisches Gefühl, besonders wenn einige Tage keine Story von ihr kam. Aber ich habe diese Gefühle verdrängt, war mir sicher dass es ein Happy End für sie und Chris geben muss, ein solcher Lebenswille und Optimismus muss den scheiß Krebs doch besiegen. Als sie sich kurz vor Weihnachten aus dem Krankenhaus gemeldet hat ging es ihr nicht gut aber selbst dann hat sie mit klarer, starker Stimme gesagt dass sie verdammt nochmal nicht sterben wird, nicht jetzt und auch nicht in der nächsten Zeit. Sie will leben, endlich wieder etwas mehr Normalität haben. Die Reha war geplant und irgendwann die Wiedereingliederung in den Job und nun ist sie einfach nicht mehr da. Ich glaube ich kann es immer noch nicht so richtig fassen. Ich hätte ihr, Chris und der ganzen Familie so sehr von Herzen gewünscht, dass alles wieder gut wird.

105 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:37 am

b(r)eastly_feminist


Ich kann einfach nicht aufhören darüber nachzudenken. Ich bin so bestürzt und weiß nicht, warum es mich mitnimmt, als wäre sie eine Freundin von mir gewesen. Es zerreißt mir das Herz, wenn ich an ihre Mama und Chris denke. Ich habe mich am Anfang auch gefragt, warum sie das alles öffentlich macht und auch, ob es nicht komisch sei, sich das anzusehen. Ich fand auch nicht alles gut - ich stehe persönlichen Spendenaufrufen immer sehr skeptisch gegenüber und auch als sie da den Joint in die Insta-Kamera gehalten hat, fand ich das richtig daneben. Aber eigentlich zeigt das nur, dass sie nie Mitleid wollte und sie trotzdem eine "ganz normale" Frau war, die auch kritikbar war und sich von ihrer Krankheit abgegrenzt hat. Kim war und ist ein großes Vorbild und es ist unfassbar, dass sie ihren Kampf nicht gewonnen hat. Klar ist aber: Umsonst war er nicht.
Sie hatte ja dann auch geschrieben, dass gerade einige "komische" Dinge passieren, die sie erst einmal einordnen muss. Wenigstens hatte sie noch ein letztes, wunderschönes Weihnachten im Kreise ihrer Lieben. Danach hat sie wahrscheinlich einfach keine Kraft mehr gehabt. Es ist ja öfter so, dass es Menschen kurz vor dem Tod plötzlich wieder besser geht. Deshalb war das wohl auch für die Angehörigen so überraschend, obwohl aus medizinischer Sicht ja eigentlich klar war, dass sie nicht wieder gesund wird- die Entwicklung war einfach zu schlecht. Ich bewundere Kim und ihre Familie und Chris, dass sie dennoch immer weitergemacht und nicht aufgehört haben zu glauben, dass sie es schaffen.
Das war jetzt ganz schön lang, aber ich muss meine Gedanken dazu einfach loswerden.



Zuletzt von b(r)eastly_feminist am Di Jan 02, 2018 11:40 am bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet

106 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:37 am

Mariechen


Ich glaube das war leider auch Teil der Verdrängung! Und ich finde es auch gut, dass sie nie den Mut und Wille aufgegeben hat und immer gekämpft hat.

Doch leider sind die Prognosen mit der Diagnose sehr, sehr schlecht! Krebs im Endstadium ist nicht heilbar. Ich denke sie hat es sich so sehr gewünscht, doch realistisch war es nicht. Ich habe irgendwie auch auf ein Wunder gehofft oder dass sie trotz Krebs noch einige Jahre zu leben hat.

Das Leben ist so ungerecht :-( Warum müssen Menschen so früh sterben?

107 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:37 am

ascheprinzessin

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vangilia schrieb:
ascheprinzessin schrieb:Das finde ich, wie viele hier, mehr als gruselig, muss ich zugeben. Wie hier schon einige geschrieben haben, erinnert das an Gaffer bei Unfällen.

Hm, ich tue mir sehr schwer, ob ich es grueslig finde und ob es auf die Gaffer-Mentalität zurückzuführen ist. Ich denke mir "naiv" gedacht, dass es vielleicht eine Art der "Anteilnahme" ist. So wie man zu einer Beerdigung geht und dem Verstorbenen und Hinterbebliebenden damit seine Anteilnahme ausdrückt, hinterlassen viele eben ein Abo um Kims Familie und Chris zu zeigen wie nahe Ihnen Kims Tod geht.

Das kann natürlich sein. Die Meisten können sich ja denken, dass der Account jetzt stillliegt und keine Fotos mehr kommen werden. Wahrscheimlich ist es tatsächlich Anteilnahme.

108 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:39 am

Igelchen

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Ich habe in den letzten Monaten die Beziehung von kim und Chris sehr bewundert, so mancher hätte dem nicht stand gehalten.

109 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 11:43 am

Unbezahlte Werbung

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Der Zuwachs der Follower ist im ersten Augenblick echt etwas strange. Aber ich denke auch, dass es eine "Anteilnahme" gibt und es tatsächlich noch Millionen von Menschen gibt, die Kim eben nicht kannten. Mag sein, dass das aktive Folgen jetzt eher überflüssig ist. Aber vielleicht mag das auch eine virtuelle Art von "Trauer" sein. Vielleicht lege ich das ganze "Gafferverhalten" jetzt etwas positiv aus, aber vielleicht möchte ich auch nichts negatives sehen.

Ich hoffe sehr, dass Chris, Kims Mom, ihre Freunde, ja ihre gesamte Familie genug Kraft schöpfen können, um diesen Verlust zu verarbeiten.

110 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:00 pm

Karate_Kit

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Mich berührt ihr Tod auch sehr, ich fand sie immer sehr sympathisch und ich habe auch mitgelitten. Ehrlich gesagt, habe ich ihre letzte Story gar nicht mehr richtig geguckt, ich fand es so traurig, dass ich mir nicht alles angucken konnte.

Ich hatte auch schon länger ein ganz schlechtes Gefühl, mehrere Hirnmetastasen sind ein ganz schlechtes Zeichen und normalerweise gibt es eigentlich auch keine Chance auf Heilung mehr. Man hat es ihr auch angemerkt, dass es ihr wesentlich schlechter ging. Und Chris sah auf manchen Fotos auch schon immer so unendlich traurig aus.

111 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:05 pm

Karate_Kit

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Was mich auch sehr nachdenklich und betroffen macht, ist dass sie bei ihrer Diagnose schon Knochenmetastasen hatte. Und sie war sogar schon bei einer Ärztin gewesen, weil sie bereits Schmerzen in der Brust hatte! Sicher war der Krebs auch eine sehr aggressive Art, aber ihre erste Ärztin hat jedenfalls den Krebs nicht diagnostiziert.

112 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:12 pm

Carmencita

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Eben, als ich ein nerviges Telefonat führen musste, ist mir aufgefallen dass ich von Kim sogar etwas für den Alltag übernommen habe:

Reg dich nicht mehr als 5 Minuten über etwas auf, das in 5 Jahren nicht mehr relevant ist.

Seit ich das zum ersten Mal bei ihr gelesen / gehört habe, versuche ich es immer anzuwenden und es hat mir schon oft geholfen, über den Dingen zu stehen.

113 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:13 pm

Aloahe

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Karate_Kit schrieb:Was mich auch sehr nachdenklich und betroffen macht, ist dass sie bei ihrer Diagnose schon Knochenmetastasen hatte. Und sie war sogar schon bei einer Ärztin gewesen, weil sie bereits Schmerzen in der Brust hatte!  Sicher war der Krebs auch eine sehr aggressive Art, aber ihre erste Ärztin hat jedenfalls den Krebs nicht diagnostiziert.  

Das fand ich auch die ganze Zeit schon unglaublich. Die hatte ja schon einige Zeit Beschwerden in der Brust und die Ärztin hat keine Folgeuntersuchungen angeordnet, sondern Salben verschrieben. Und das bei der Vorgeschichte, dass die Mutter auch schon Brustkrebs hatte! Als ich mal ähnliche Beschwerden hatte, hat mein Gyn nicht gezögert, sondern direkt Ultraschall und Mammographie angeordnet. Man fragt sich bei Kim irgendwie schon, ob es anders ausgegangen wäre, wenn die Ärztin anders gehandelt hätte.

114 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:14 pm

Carmencita

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Sie hatte mal darüber gesprochen, dass sie rechtliche Schritte gegen die Ärztin erwägen. Ich hoffe sehr, dass die Familie die Kraft findet, das zu machen. Es bringt Kim zwar nicht zurück, aber es schützt vielleicht andere Patienten vor der Fahrlässigkeit der Ärztin.

115 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:20 pm

Frollein_diesunddas


Als Kim von den Hirnmetastasen das erste Mal erzählt hat, ist
mir das erste Mal bewusst geworden, dass es tatsächlich sein könnte, dass sie stirbt. Zuvor bin ich irgendwie immer automatisch davon ausgegangen, dass sie es auf jeden Fall schaffen wird. Ich habe noch nie jemanden mit so einem Lebenswillen und Lebensmut in solch einer Lage gesehen und da ich davon überzeugt bin, dass die Psyche sehr viel zur
Genesung beitragen kann, war ich überzeugt, dass sie es schafft.
Ihre letzten Stories haben mich aber bereits sehr nachdenklich gestimmt. Die Art und weise wie sie sprach.

Kim ist die einzige Krebspatientin, der ich gefolgt bin, da mich da das Thema sehr belastend und ich den Umgang damit scheue. Ihren Account habe ich aber geliebt, sie war einfach so eine Bereicherung und wirkliche. Inspiration.

116 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:30 pm

rosablau

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Auch ich muss mich zum Kreise derer zählen, die nach wie vor geschockt und beschäftigt mit diesem
Verlust sind. Leider habe ich bereits damals bei ihrer Diagnose das Gefühl gehabt, dass es kein gutes Ende nimmt. Aber als es zwischendurch bergauf ging, war ich umso glücklicher in der Annahme, dass ich mich getäuscht habe! Ich habe so viele Fragen im Kopf und denke an Kims letzte Tage. Mich beschäftigt der Gedanke, ob sie Angst hatte, ob sie sich hilflos fühlte oder ob sie Geborgenheit gespürt und selbst losgelassen hat. Obwohl man sie nie wahrhaftig umarmt hat, war sie einem doch so nah. Weder den Kampf gegen die Krankheit, noch den Verlust eines so nahestehenden Menschen, würde ich mir persönlich nicht zutrauen. Es ist komisch, dass man ihre Stimme nicht mehr hören soll. Ihre Mimik nicht mehr erleben soll. Ich hätte kim von Herzen gegönnt, dass sie noch ihr Leben leben darf, so wie sie es sich vorstellte...

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117 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:32 pm

Mariechen


Leider kann man sich oft nicht auf Ärzte verlassen. Sie ist ja so noch nach New York geflogen, das war auch ein Alptraum, dass sie dort ins Krankenhaus musste. Wie kann die Ärztin sie so einfach abfertigen?
Bei Krebs treten Beschwerden leider erst beim Fortschreiten auf und sie hatte eine sehr aggressive Krebsform, die sehr schnell gestreut hat.
Da ist es oft leider schon zu spät.

118 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:46 pm

Zimtkeks

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Mich erinnert Kims Geschichte irgendwie an die Geschichte von Miriam Pielhau. Da ging es ja dann auch auf einmal furchtbar schnell. Krebs ist einfach nur unberechenbar und gruselig.

119 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:47 pm

ascheprinzessin

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Die Ärztin hätte vor allem bei der Vorgeschichte hellhörig werden müssen. Zwar hat Kims Mutter ihr das nicht vererbt, aber das wusste man zu dem Zeitpunkt noch nicht. Außerdem hatte die Schwester von Kims leiblichem Vater Brustkrebs. Da müssen Alarmglocken angehen. Aber von solchen Ärzten höre ich immer wieder, gerade erst bei meinem Mann. Der kam mir solchen Rückenschmerzen ins Krankenhaus, dass er nicht mehr gerade gehen konnte, sitzen war auch nicht möglich. Er hatte vor vier Jahren einen Bandscheibenvorfall, der operiert wurde, danach einen weiteren Vorfall (etwa zwei Jahre später). Seine Mutter ist vorbelastet, was den Rücken angeht, seine Oma ebenfalls. Im Krankenhaus sagte man ihm, er hätte eine ISG-Blockade. Aber trotz seiner Krankengeschichte in recht jungen Jahren wurde er im Krankenhaus erst nach fünf Tagen ins CT gesteckt, als er drohte, die Klinik auf eigene Faust zu verlassen und zu verklagen, wenn in einer anderen Klinik beim CT rauskommen würde, dass er einen Bandscheibenvorfall hätte. Ende der Geschichte: Es war ein Bandscheibenvorfall. Das ist gar nichts im Vergleich zu Kim, aber mir wurde so einmal mehr das Vertrauen in Ärzte genommen. Kim hat es selbst gesagt und das kann ich nur unterstützen: Holt euch immer eine zweite Meinung ein.

120 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 12:54 pm

Hanseatenherz

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Carmencita schrieb:Sie hatte mal darüber gesprochen, dass sie rechtliche Schritte gegen die Ärztin erwägen. Ich hoffe sehr, dass die Familie die Kraft findet, das zu machen. Es bringt Kim zwar nicht zurück, aber es schützt vielleicht andere Patienten vor der Fahrlässigkeit der Ärztin.
Das hoffe ich auch!!

Bei meiner Großtante war es damals ähnlich: Sie klang am Telefon immer schlimmer und hustete nur noch. Wir haben ihr oft gesagt, dass sie dringend eine zweite Meinung einholen muss, denn ihre Ärtzin behauptete, es sei eine Bronchitis (sie lebte in München, wir in Hamburg). Als sie das tat, war es schon zu spät, der Lungenkrebs schon sehr fortgeschritten. Sie kam dann zu uns nach Hamburg ins Krankenhaus und sollte in ein spezielles Pflegeheim, dann ging aber auch alles ganz schnell. Wäre sicher auch anders gegangen bzw sie hätte wohl noch länger gelebt, wenn die Ärztin reagiert hätte.

121 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 2:29 pm

ToffiFee

avatar
Admin
Alles was mir noch zu sagen bleibt:

Danke Kim, dass ich mich nicht mehr länger als 5min über Dinge aufrege, die mich in 5 Jahren nicht mehr interessieren.
Danke Kim, dass ich „die kleinen Dinge“ viel mehr zu schätzen weiß.
Danke Kim, dass du mir gezeigt hast, dass es sich lohnt, zu kämpfen. Immer und egal wann.
Und Danke Kim für die Empfehlung von Mademoiselle Nicolette, für das tollste Wimpernserum der Welt und für die unzähligen Foodistunboxings, bei denen ich Stunden hätte zuschauen können

122 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 2:32 pm

detöxchen

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Ich denke, dass nicht jeder Arzt alles sehen kann. Aber bei schwerwiegenden Erkrankungen sollte man hellhöriger reagieren.

Ich habe mit circa 22 Keuchhusten bekommen, mein damaliger Hausarzt meinte, dass es mit Bettruhe und ein paar Vitaminen getan wäre. Durch Zufall bin ich vertretungsweise an seine Kollegin geraten, die hat mich sofort zum Lungenarzt geschickt, ich bin zwölf Wochen ausgefallen. Danach habe ich sofort den Arzt gewechselt und habe einen wunderbaren Hausarzt erwischt.

An den Folgen leide ich aber immer noch, phasenweise klinge ich nach 10 Metern Laufen wie eine Dampflok und bekomme kaum Luft. Aber dank dem neuen Hausarzt und seinen Methoden kann ich zumindest wieder Radfahren, auch wenn er die Folgen nie wieder komplett bereinigen kann und ich bin ihm so unendlich dankbar, dass das wieder geht. Ich muss jedoch öfters zur Kontrolle, aber als ich die erste längere Radstrecke geschafft habe, ich habe geheult. Und bei jedem Erfolgserlebnis breche ich auch heute noch in Tränen aus.

Ich muss gestehen, dass ich in den letzten Tagen sehr viel darüber nachgedacht habe und ich persönlich in diesem Jahr vielleicht "umsichtiger" und "egoistischer" sein sollte und wenn es mal nicht geht, es einfach dabei belassen sollte und nicht mehr zu verkrampft an Sachen ranzugehen und am Ende wieder zusammenzubrechen. Aber Kim hat mir auch immer wieder verdeutlicht, dass Aufgeben an sich keine Option ist und ich muss sagen, dass ihre Art mir auch dabei geholfen hat, das genannte Defizit zu akzeptieren und trotzdem weiterhin dagegen zu kämpfen, aber nicht mehr mit Vollgas, sondern schrittweise.

Ich verstehe nicht, warum bei Kim nicht die Alarmglocken geschrillt haben. Es ist wirklich tragisch, ärgerlich und unverständlich.

123 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 2:37 pm

littlebluecloud


Ich habe vorhin nochmal in Kims Blog gelesen... Das hier ist aus ihrem letzten Blogeintrag (Ende Oktober):

"Kein Mensch sollte – weder mit 30, noch mit 50, einfach nie (!) – permanent an seine eigene Beerdigung denken müssen und sich fragen wie die geliebten Hinterbliebenen wohl damit klarkommen würden… das ist einfach auf so vielen Ebenen vergeudete Kraft, die sich jeder Mensch, in dem Falle ich, für all die schönen Pläne, Wünsche und Momente aufsparen sollte. Und genau deswegen, habe ich beschlossen mir professionelle Hilfe zu holen. Da ich ganz tief im Innersten, einfach immer positiv eingestellt war und bin, werde ich auch diese Hürde abstecken und mit Hilfe eines Psychotherapeuten bewältigen – um endlich und seit langer, langer Zeit wieder ehrliche und aufrichtige Freude in meinem Herzen zu spüren und diese beschissenen Todesängste am Kragen zu packen und sie auf lange Sicht aus meinem Köpfchen zu verbannen, um mein Leben endlich wieder genießen zu können."

Wie unfassbar traurig ...

124 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 2:39 pm

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littlebluecloud schrieb:Ich habe vorhin nochmal in Kims Blog gelesen... Das hier ist aus ihrem letzten Blogeintrag (Ende Oktober):

"Kein Mensch sollte – weder mit 30, noch mit 50, einfach nie (!) – permanent an seine eigene Beerdigung denken müssen und sich fragen wie die geliebten Hinterbliebenen wohl damit klarkommen würden… das ist einfach auf so vielen Ebenen vergeudete Kraft, die sich jeder Mensch, in dem Falle ich, für all die schönen Pläne, Wünsche und Momente aufsparen sollte. Und genau deswegen, habe ich beschlossen mir professionelle Hilfe zu holen. Da ich ganz tief im Innersten, einfach immer positiv eingestellt war und bin, werde ich auch diese Hürde abstecken und mit Hilfe eines Psychotherapeuten bewältigen – um endlich und seit langer, langer Zeit wieder ehrliche und aufrichtige Freude in meinem Herzen zu spüren und diese beschissenen Todesängste am Kragen zu packen und sie auf lange Sicht aus meinem Köpfchen zu verbannen, um mein Leben endlich wieder genießen zu können."

Wie unfassbar traurig ...

Ich könnte echt schon wieder losheulen. Direkt hier. An meinem Arbeitsplatz.

125 Re: kimspiriert am Di Jan 02, 2018 2:42 pm

Karate_Kit

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Ja, ihr war also durchaus bewusst, dass nicht mehr geheilt werden kann. Einfach unfassbar traurig.

Ich wollte hier eigentlich keine Spekulationen anheizen, mit meiner Bemerkung, dass die Ärztin den Krebs nicht diagnostiziert hatte. Es geht uns ja auch eigentlich nichts an.

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